
Dann sind wir schon zu zweit!
Es gibt diesen Moment, in dem du merkst: Der Traum von der Selbstständigkeit ist keine ferne Vorstellung mehr, sondern eine greifbare Realität. Bei mir war dieser Moment vor einigen Monaten gekommen. Die Fotografie begleitet mich schon seit 2017, und anfangs war sie einfach ein kreativer Ausgleich – ein Hobby, das mir erlaubt hat, meiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Aber mit der Zeit wurde sie zu mehr als nur einem Zeitvertreib. Besonders die Fantasy–Fotografie, emotionale Portraits, Boudoir–Shootings und Hochzeiten haben mich gepackt. Sie haben mein Herz erobert, weil ich in diesen Bereichen etwas ausdrücken konnte, das viel tiefer geht als nur Bilder zu machen.
Trotzdem habe ich mich nie wirklich getraut, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Es war für mich immer mehr ein „großzügiges Hobby“, bei dem ich hin und wieder ein paar Euros verdienen konnte, aber nie mehr. Ich habe mich nie so richtig getraut, es als meinen „Job“ zu sehen.
Doch jetzt, nach all den Jahren, ist es Zeit, das auf eine neue Ebene zu bringen. Ich will nicht länger zögern, sondern endlich durchstarten. Die Entscheidung, sich selbstständig zu machen, ist keine leichte, vor allem nicht in der kreativen Branche, wo der Weg alles andere als einfach und geradlinig ist. Doch mittlerweile weiß ich, dass ich diesen Schritt gehen muss, wenn ich meine Leidenschaft wirklich leben will.

Der Sprung ins Ungewisse – warum ich mich jetzt selbstständig mache
Ich habe vor einem knappen dreiviertel Jahr meinen Job verloren. Die letzten Jahre waren nicht immer einfach für mich, vor allem aufgrund meiner Neurodivergenz. Ich hatte es unglaublich schwer, in den typischen Corporate-Jobs Fuß zu fassen und langfristig dort zu bleiben. Der tägliche 9-to-5-Alltag hat mich ausgebrannt, meine Kreativität war am Boden und meine Motivation auf einem Tiefpunkt. In solchen Momenten merkt man einfach, dass man etwas verändern muss, wenn man nicht an sich selbst zerbrechen will.
Und hier kam der Punkt, an dem ich mich entschieden habe, die Fotografie nicht länger nur als Nebenverdienst, sondern als meine Hauptbeschäftigung zu sehen. Ich wollte diesen Schritt wagen – auch wenn er furchteinflößend war. Warum? Weil ich nicht alleine bin. Ich habe einen riesigen Bekannten- und Freundeskreis, der alle in der Fotografie selbstständig ist und es geschafft hat, sich eine Existenz aufzubauen. Und wenn es bei ihnen funktioniert hat, warum sollte es dann nicht auch bei mir funktionieren? Diese Gedanken haben mich motiviert, den Mut zu fassen und die Selbstständigkeit wirklich anzunehmen.
Die größte Hürde – meine eigene Website
Die größte Herausforderung für mich war nicht etwa das Fotografieren selbst, sondern das Erstellen meiner eigenen Website. Für jemanden wie mich, der oft tief in Details versinkt, war das eine wahre Geduldsprobe. Ich wollte, dass alles perfekt ist – die Inhalte, das Design, das Portfolio. Jede Seite, jede Zeile Text, jedes Bild musste stimmen. Und dann kamen noch so viele andere Dinge wie SEO, rechtliche Grundlagen und Business-Management. Ich habe stundenlang recherchiert, um sicherzustellen, dass wirklich alles korrekt ist. Ich wollte sicherstellen, dass meine Website nicht nur gut aussieht, sondern auch rechtlich einwandfrei und optimal für Suchmaschinen optimiert ist.
Das Prokrastinieren hat mich dabei oft zurückgehalten. Ich wollte immer noch mehr verbessern, noch mehr lernen und sicherstellen, dass alles zu 100 % perfekt ist. Aber in den letzten Wochen habe ich den Schritt gewagt und endlich meine Website veröffentlicht – und ich könnte nicht stolzer sein. Wenn ihr diesen Beitrag liest, ist sie schon live. Es fühlt sich unglaublich an, das endlich geschafft zu haben!
Mein Resümee – Mut, Geduld und ein bisschen Manifestation
Ich möchte euch eines mit auf den Weg geben: Ihr habt nichts zu verlieren, außer vielleicht ein wenig Zeit und Geduld. Wenn ihr wirklich mit Leidenschaft dabei seid, euch reinhängt und eure Muse in euer Projekt steckt, könnt ihr es zum Laufen bringen. Es wird nicht immer einfach sein, und es wird Momente geben, in denen ihr euch fragt, warum ihr das überhaupt macht. Aber ich kann euch sagen, dass jeder Schritt, den ihr macht, euch näher zu eurem Ziel bringt.
Ob es sich letztlich auszahlt, weiß niemand. Aber ich glaube fest daran, dass man durch harte Arbeit, Ausdauer und ein bisschen Glaube an sich selbst vieles erreichen kann. Vielleicht nicht sofort, aber mit der Zeit. Vielleicht kann man auch etwas manifestieren, wenn man wirklich daran glaubt, was man tut.
Also, wenn ihr diesen Weg ebenfalls geht, hoffe ich, euch bald wiederzusehen. Ich freue mich darauf, euch auf meiner Reise mitzunehmen und euch viele wertvolle Tipps zu geben. Es ist noch lange nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Großem!
Bleibt dran, ich freue mich auf alles, was noch kommt. Und wenn ihr euch auch als Fotografin selbstständig machen wollt, dann sind wir auf dieser Reise schon zu zweit! 🙌📸

